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Mittwoch, 25. März 2026

Strategie vor Timing

Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten wirft auch auf den Schweizer Finanzierungsmarkt seinen Schatten. Steigende Öl- und Energiepreise treiben weltweit die Inflation an und damit kurzfristig oft auch die Zinsen. Auf den ersten Blick scheint klar: Mehr geopolitische Risiken bedeuten höhere Hypothekarzinsen. Doch so einfach ist es nicht.

Denn gleichzeitig zeigt sich ein gegenläufiger Effekt: Der Schweizer Franken gewinnt in unsicheren Zeiten an Stärke und fungiert einmal mehr als «safe haven». Diese Aufwertung wirkt dämpfend auf die Inflation und kann das Zinsniveau in der Schweiz stabilisieren.

Für die Geldpolitik entsteht daraus ein Spannungsfeld aus erhöhen steigende Energiepreisen und einem starken Franken. Die Folge: Zinsprognosen bleiben volatil und schwer vorhersehbar.

Für gemeinnützige Wohnbauträger stellt sich daher nicht primär die Frage, wo die Zinsen morgen stehen. Viel entscheidender ist, wie widerstandsfähig die eigene Finanzierung aufgestellt ist. Unsere Erfahrung zeigt: Wer auf eine durchdachte Strategie setzt, ist klar im Vorteil – unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen. Die Lösung liegt daher selten im perfekten Zins-Timing, sondern fast immer in einer klaren, langfristig ausgerichteten Finanzierungsstrategie.